Zehn Monate lang haben wir diesen Raum gemeinsam verwandelt — aus einer stark
heruntergekommenen, fast vergessenen Bruchbude wurde Schritt für Schritt ein
Ort mit Charakter, Wärme und eigener Handschrift. Was am Anfang vor allem aus
Schutt, Staub und viel Vorstellungskraft bestand, ist durch unzählige Stunden
Handarbeit und die Unterstützung von Freunden und Familie zu einem stimmigen
Ganzen geworden.
Der Umbau begann ganz klassisch mit Abriss und Entkernung: Schutt wurde
getragen, Materialien mussten aus dem Gebäude geschafft werden, alles per
Hand über die Treppe, ohne Abkürzungen. Danach folgte der Aufbau — langsam,
präzise und immer im Zusammenspiel vieler helfender Hände.
Bei der Gestaltung haben wir bewusst auf eine Mischung aus verschiedenen
Materialien gesetzt. Die Wände wurden mit Lehmputz verputzt, wodurch eine
lebendige, leicht unruhige Oberfläche entstanden ist, die dem Raum Tiefe und
Wärme gibt. Ergänzt wird das Ganze durch Stahl-Elemente an Sitzflächen und
Tresen, die einen klaren, modernen Kontrast setzen.
Die Decke wurde als Akustikdecke konzipiert, um eine angenehme Raumakustik
zu schaffen. Abgerundet wird das Konzept durch ein warmes, zurückhaltendes
Lichtdesign, das die Materialien miteinander verbindet und den Raum in eine
ruhige, einladende Atmosphäre taucht.